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Projekte

VIDEONALE.19

VIDEONALE.19

Festival für Video und zeitbasierte Kunstformen

Kunstmuseum Bonn, 2023

 

Die Ausstellung der VIDEONALE zeigte im Frühjahr 2023 27 Videokunstwerke von Künstler:innen aus 20 Ländern, ausgewählt aus 1989 Einsendungen von einer internationalen Fachjury. Die Ausstellung war vom 31.3.-14.5.2023 im Kunstmuseum Bonn zu sehen und wurde durch ein vielfältiges Festivalprogramm im Museum und in der Stadt Bonn begleitet.

Mit jedem der 27 Werke öffnete sich in der V.19 Ausstellung ein neues Fenster auf das vielseitige Spektrum und die vielfältigen Themen zeitgenössischer Produktionen aus dem Bereich Videokunst und Bewegtbild: Gemeinsam mit den Künstler:innen schauten wir auf das Machtgefälle zwischen globalem Norden und globalem Süden und betrachteten die Auswirkungen dieser Dysbalance für Natur und Menschen aus unterschiedlichen – oftmals indigenen – Perspektiven. Über die Bühnen performativer Inszenierungen tauchten wir ein in die Welten queerer Körpervorstellungen, schalteten uns ein in den Stream der Selfie-Formate und hörten zu bei autobiografischen Erzählungen zu Erfahrungen von Diskriminierung und Alltagsrassismus. Wir erlebten, welche Wege sich Kunst und Kultur durch die rissigen Mauern der Zensur bahnen und wie sich der Kampf um Meinungsfreiheit mit Penetranz und Permanenz in den öffentlichen Stadtraum einschreibt – für alle immer und jederzeit präsent. Wenn wir dann im Aufzug irgendwo zwischen einer Mine 120 Meter unter der Erde und dem 32. Stock eines Immobilieninvests pendelten, fühlten wir uns angekommen in einer Realität, die in all ihrer Fragilität hier und heute neu betrachtet werden will.

 

Beteiligte Künstler:innen:

Antonia Baehr, Jule Flierl & Isabell Spengler | Shobun Baile | Stephanie Barber | Concha Barquero & Alejandro Alvarado | Maija Blåfield | Eliane Esther Bots | Elkin Calderón Guevara & Diego Piñeros García | Felipe Castelblanco & Lydia Zimmermann | Kent Chan | Federico Cuatlacuatl Teles | Douwe Dijkstra | Will Fredo | Dor Guez | Carlos Irijalba | Ji Su Kang-Gatto | Timoteus Anggawan Kusno | Layton Lachman | Stéphanie Lagarde | Alaa Mansour | Pol Merchan | Julian Quentin | Rrangwane Sade Shoalane Rabasha | Alisi Telengut | Mona Vatamanu & Florin Tudor | Poyen Wang | Andrew Norman Wilson | Yan Wai Yin

Neue Wege in der Ausstellung

Die VIDEONALE.19 war daran interessiert, neue Kontaktzonen zwischen Werken und Publikum herzustellen und die Besucher:innen zu einer intensiven Beschäftigung mit den Werken einzuladen. Für die Ausstellung bestand daher der Wunsch, zum einen Barrieren zu senken und zum anderen, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen.
Erstmals wurde die Ausstellung daher durch zwei neue Orte ergänzt: den Videonale-Circus und den Ort der Ruhe. Während letzterer die Möglichkeit anbot, sich für einen Moment aus der Bilderflut zurückzuziehen, war der Videonale-Circus inmitten der Ausstellung ein Angebot zum Dialog. Umschlossen von fünf künstlerischen Werken und einer schützenden Haut konnten die Besucher:innen hier sitzen oder liegen, die Gedanken schweifen lassen oder zum Gespräch zusammenkommen, lesen oder über kurze Video-Formate auf unserer Online-Plattform Videonale X tiefer in die künstlerischen Positionen eintauchen. Der Circus war zudem einer unserer zentralen Veranstaltungsorte: Eine Leinwand ermöglichte, im Rahmen von Veranstaltungen einzelne Werke aus der Ausstellung zu ziehen, sie gemeinsam mit anderen anzuschauen und darüber in Austausch zu kommen.

Für mehr Barrierefreiheit in der Ausstellung haben wir besonders Barrieren der Mobilität und des Verstehens gesenkt. Es hat Sitzmöglichkeiten für unterschiedliche Bedürfnisse gegeben, man konnte seine eigenen Kopfhörer mitbringen und wir haben erstmals eine große Zahl der Videos in deutscher Sprache untertitelt.

Ausstellungsarchitektur: Ruth Lorenz, maaskant Berlin

Katalogbestellung

 

v18.videonale.org

Fotos: David Ertl / Jo Hempel

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